Letztes Jahr war unsere Pfadi-Stufe auf ihrem ersten Intercamp: Ein Lager, bei dem alle Pfadfinder aus Deutschland und dessen Anrainer-Staaten eingeladen sind. Das bunte Treiben und die vielen Kontakte zu anderen europäischen Pfadis hatten unsere Gruppe so sehr begeistert, dass sie ihr Leitungsteam von einer Wiederholung überzeugen konnten. Und dabei waren die Hürden hoch: Zunächst musste der Stamm sein Stammeslager von Pfingsten auf Fronleichnam verschieben. Und dann die viel realere Herausforderung der Anreise; denn dieses Jahr fand das Intercamp über 600km entfernt auf einem alten Flugplatz in Tschechien statt!
Also hat sich das Leitungsteam im Bezirk umgehört und die zwei Pfadi-Trupps aus Friesdorf zu einer gemeinsamem Teilnahme begeistern können. Auf diese Weise waren die Planung und Durchführung direkt realistisch; einen Reisebus mit motivierten Jugendlichen kriegen wir so auf jeden Fall voll 🙂
In diesem Zusammenschluss wurde also über Stammesgrenzen hinaus geplant, damit alle sicher ankommen und vor Ort gut versorgt sind. Bereits an dieser Stelle geht unser großer Dank raus an Friesdorf!! Vor Ort mit den zwei Leitungsteams, aber auch den beiden Trupps, war es ein großer Spaß und hat das Erlebnis Intercamp noch einmal verbessert. Besonders hervorzuheben sind dennoch Lexi, die im Planungsteam und hinter dem Lenkrad viel Verantwortung übernommen hat, sowie Lukas, der sich einwandfrei um Material und auch die Fotos hier im Bericht gekümmert hat – DANKE!
Um der langen Anreise Herr zu werden, fuhren wir über Nacht und kamen dadurch am Freitag morgen an. Schnell wurden die Tische für ein erstes gemeinsames Frühstück in der prallen tschechischen Sonne aufgebaut. Frisch gestärkt wurden direkt die Zelte aufgebaut und eingeräumt, denn so langsam wurde uns klar, dass ein heißes Lager bevorstand und Schatten-spendende Ruheplätze dringend notwending wurden. Den Rest des Tages haben wir uns viel mit dem Setting des Intercamp selbst beschäftigt, die jeweils anderen Gruppen etwas besser kennengelernt und den weitläufigen Platz erkundet, während um uns herum immer mehr europäische Pfadis eintrudelten und ihrerseits (Plastik-)Zelte aufbauten.

Am Samstag wurde zunächst das Intercamp mit allen Teilnehmenden vor der grßen Bühne offiziell eröffnet – und wie! Drei Fallschirm-Springer sind neben dem Gelände gelandet und haben die Fahnen des Lagers überbracht. Und wir inmitten der Menge von über 3000 Pfadfindenden aus Deutschland, der Niederlande, Polen, Tschechien, der Slowakei, dem Vereinigten Königreich, Amerika und noch ein paar mehr.
Danach ging es auch schon direkt los mit dem Programm: Für uns war dies Wanderung durch die umliegenden Wälder. Die brachten lang ersehnten Schatten und eine tolle Möglichkeit mehr vom Land unser Gastgeber zu sehen. Zum Abschluss verbrachten wir noch etwas Zeit an einem kleinem See, indem wir unsere Füße wunderbar abkühlen konnten – genau das Richtige 🙂

Der Rest des Tages wurde im bunten Intercamp-Treiben verbracht. Die Jugendlichen haben sich mit anderen auf dem Platz ausgetauscht, Aufnäher und Halstücher getauscht sowie fleißig beim Kochen mitgeholfen. Denn für den Abend stand das große Potluck-Dinner an. Hierfür hatte jede einzelne Gruppe ein heimisches Gericht vorbereitet, dass dann auf der langen Küchenmeile allen Interessierten angeboten wurde. Von uns gab es vegetarische Currywurst als deutsche Speise. Lexi als Köchin und Annika als Küchenchefin haben uns zu Beginn representiert, sodass alle anderen die zahlreichen europäischen Gerichte probieren konnten. (Keine Sorge, die beiden wurden abgelöst und konnten auch selbst auf Entdeckungstour gehen.) Es gab mehr Auswahl als wir hier listen und, vor allem, richtig ausschreiben könnten 😅 Worauf wir uns aber alle geeinigt haben, ist das dieses Abendessen ein absolutes Highlight war!

Am Sonntag wurde durchgemischt. In internationalen Kleingruppen haben unsere Jugendlichen dann verschiedene Spiele und Herausforderung gemeinsam gemeistert. Da die Sonne allerdings unentwegt weiterbrannte, wurde die Programmzeit unter freiem Himmel vernünftigerweise zum Schutz reduziert. Daher lag am Nachmittag der Fokus auf Erfrischungen und Spiele im Schatten unserer Zelte sowie Programmpunkte am Intercamp-Plaza, wo T-Shirts bedruckt, Knoten geknüpft und viele weitere Angebote feilgeboten wurden. Zum Tagesabschluss gab es dann, wie an den Abenden davor, ein Konzert auf der Bühne als Ersatz für das sonst immer präsente Lagerfeuer.

Nach drei Sonnen-gefluteten Tagen im stetigen Trubel des lebendigen Intercamps ging es dann für alle wieder auf die lange Heimfahrt mit vielen Erinnerungn im Gepäck. Und so wie dieses Lager zu Ende ging, so steht auch schon das nächste vor der Tür: Über Fronleichnam ist nun der ganze Stamm unterwegs, allerdings nur nach Holland 😉